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Hamburg & Schleswig-Holstein Warnstreik von gut 300 Beschäftigen der Kieler Stadtwerke

(Foto: Friso Gentsch/dpa)

Kiel (dpa/lno) - Mit ersten Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Kiel hat die Gewerkschaft Verdi am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. An einem ganztägigen Protest bei den Kieler Stadtwerken beteiligten sich 305 Mitarbeiter, wie Verdi-Bezirksgeschäftsführer Manuel Gellenthin der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Das ist mehr als die Hälfte der Beschäftigten."

Die Teilnehmer machten sich am Vormittag in einer Menschenkette auf den Weg zum Städtischen Krankenhaus. "Die ist bestimmt 700 Meter lang", sagte Gellenthin. Auch den Früh- und den Tagdienst im Städtischen Krankenhaus hatte die Gewerkschaft zu einem Warnstreik aufgerufen.

Hintergrund der Warnstreiks im Norden ist die ergebnislos gebliebene zweite Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr pro Monat. Während der Arbeitnehmerseite eine Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten vorschwebt, soll der Vertrag nach Ansicht der Arbeitgeber bis in das Jahr 2023 gelten.

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