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Hamburg & Schleswig-Holstein Warnstreiks auf Hamburger Recyclinghöfen

Recyclinghof-Mitarbeiter stehen beim Warnstreik vor dem Hof in Hamburg-Bergedorf. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben am Samstag Mitarbeiter von Hamburger Recyclinghöfen die Arbeit niedergelegt. Drei von elf Recyclinghöfen, die derzeit grundsätzlich in Betrieb sind, seien wegen des Warnstreiks komplett geschlossen, sagte ein Sprecher der Stadtreinigung am Samstag. Alle anderen Höfe seien nicht komplett besetzt, so dass es zu Wartezeiten und anderen Einschränkungen kommen kann. Bereits im Vorfeld sei den Kunden daher geraten worden, die Recyclinghöfe möglichst an einem anderen Tag aufzusuchen.

"Die Warnstreiks laufen gut", sagte der zuständige Verdi-Fachbereichsleiter. Zwischen 300 und 400 Beschäftigte beteiligten sich am Samstag an dem ganztägigen Warnstreik, schätzte er. Die Stimmung sei gut. Und auch die Menschen, die vor den geöffneten Recyclinghöfen - wo auch Warnstreikende an den Toren standen - warten oder an den geschlossenen wieder umdrehen mussten, zeigten seinen Angaben zufolge überwiegend Verständnis für die Aktionen.

Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

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