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Hamburg & Schleswig-Holstein Warnstreiks im Nahverkehr: Keine U-Bahnen bis 12.00 Uhr

Ein Mann hat bei einem Warnstreik vor dem Verdi-Logo eine Pfeife im Mund. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild)

Hamburg (dpa/lno) - Wegen des Tarifkonfliktes im öffentlichen Dienst werden am Dienstag voraussichtlich bis zum Mittag in Hamburg keine U-Bahnen fahren. Davon seien alle vier U-Bahnlinien in der Hansestadt betroffen, teilte die Hamburger Hochbahn AG am Montag mit. "Auch im Busbetrieb in Hamburg und im Umland - hier insbesondere in den Kreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg - dürfte es zu erheblichen Einschränkungen kommen", hieß es weiter.

Das Unternehmen fordert seine Kunden deshalb auf, am Dienstagmorgen auf nicht erforderliche Fahrten zu verzichten und auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Regional- und S-Bahnen sind von den Warnstreiks am Dienstagvormittag den Angaben zufolge nicht betroffen. Die Warnstreiks im Nahverkehr sollen der Gewerkschaft Verdi zufolge mit Betriebsbeginn starten und bis mittags dauern. Zudem ist eine Kundgebung am Betriebshof Alsterdorf geplant.

Bereits am Montag legten Mitarbeiter in Krankenhäusern und Kindergärten die Arbeit nieder. In Hamburg sind laut Verdi insgesamt etwa 45 000 Beschäftigte von der Tarifrunde betroffen. Mit den Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes nach zwei ergebnislosen Runden den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

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