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Hamburg & Schleswig-Holstein Was tut Schleswig-Holstein gegen Gefängnis-Suizide?

Drei Fenster vergitterte in einer Justizvollzugsanstalt. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild)

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holstein hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Selbsttötungen in Gefängnissen zu verhindern. "Suizidprävention ist Aufgabe aller in einer Justizvollzugsanstalt tätigen Bediensteten, eine entsprechende Sensibilisierung erfolgt schon in der Ausbildung", sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Seit vergangenem Jahr gebe es in jedem Gefängnis einen Ansprechpartner, 2018 habe eine Landesarbeitsgruppe Empfehlungen zu dem Thema erarbeitet.

Im vergangenen Jahr haben sich, wie auch 2018, zwei Menschen getötet, die in Gefängnissen in Schleswig-Holstein inhaftiert waren. 2019 sind durchschnittlich 1208 Menschen in Gefängnissen im Norden untergebracht gewesen, wie das Kieler Justizministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Versuche seien nicht erfasst worden.

Deutschlandweit liegt die Suizidrate laut einer Statistik des Europarates von 2017 deutlich höher: Knapp zwölf Menschen pro 10 000 Gefangenen. Unter den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates hatten nur in Österreich und Frankreich höhere Selbsttötungsraten.

Bundesarbeitsgruppe Suizidprävention in Gefängnissen

Gefängnisstatistik des Europarates 2017

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