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Hamburg & Schleswig-Holstein Weihnachtsbaum-Saison in Schleswig-Holstein gestartet

Nordmanntannen stehen in einer Christbaumplantage. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild)

Auch in diesem Jahr werden wieder Millionen Christbäume Wohnstuben, aber auch Büros, Kirchen und Plätze schmücken. Lieblingsbaum der Weihnachtsbaumfans ist die Nordmanntanne.

Gut Augustenhof (dpa/lno) - Weihnachtsbäume werden dieses Jahr nicht teurer. Mit 18 bis 23 Euro für den laufenden Meter bei Qualitätsware liegen die Preise nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Schleswig- Holsteinischer Weihnachtsbaumproduzenten auf Vorjahresniveau. Auch die Qualitäten seien gut. Der teilweise trockene Sommer habe den Pflanzen dank ihrer tief ins Erdreich ragenden Wurzeln und damit guter Wasserversorgung nichts anhaben können, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Axel-Werner Graf von Bülow, am Donnerstag beim Start der Verkaufssaison in Schleswig-Holstein.

Nach Angaben der Landwirtschaftskammer werden bis Weihnachten 650 000 bis 700 000 Bäume geschlagen. Laut von Bülow kann man mit gutem Gewissen einen echten Weihnachtsbaum kaufen, da er klimaneutral ist. "Unsere heimischen Kulturen binden bis zu 145 Tonnen Kohlendioxid je Hektar und sind zusätzlich noch Sauerstofflieferant", sagte er. So leiste der Kauf eines heimischen Weihnachtsbaums einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Weihnachtsbäume werden heute nur noch zu einem geringen Teil in Wäldern geschlagen. Vor einem halben Jahrhundert begannen Landwirte, sie auf Weihnachtsbaumplantagen groß zu ziehen. Mittlerweile sei der Anbau von Nadelgehölzen auf separaten Flächen für viele landwirtschaftliche Betriebe zu einer wichtigen Sonderkultur geworden. In Schleswig-Holstein wachsen nach Angaben der Landwirtschaftskammer auf rund 2000 Hektar in mehr als 200 Betrieben nahezu 20 Millionen Weihnachtsbäume.

90 Prozent seien Nordmanntannen (Abies nordmanniana). Sie kommen ursprünglich aus dem Kaukasus. Ihre Beliebtheit als Weihnachtsbaum verdankt sie unter anderem dem Umstand, dass ihre Nadeln nicht stechen. Doch auch Blaufichten (Picea pungens "Glauca"), Rotfichten (Picea abies) und Nobilistannen (Abies procera) werden als Weihnachtsbaum verkauft.

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