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Hamburg & Schleswig-Holstein Weitere Tarifrunde mit Verdi für Flughafen-Bodenpersonal

Beschäftigte des Hamburger Flughafens nehmen während eines Warnstreiks an einer Kundgebung teil. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Die Gewerkschaft Verdi und Arbeitgebervertreter des Hamburger Flughafens kommen heute zur 6. Tarifrunde für die rund 1000 Beschäftigten des Bodenpersonals zusammen. Nach zwei Warnstreiks mit massiven Auswirkungen auf den Flugverkehr ist der Ausgang der Verhandlungen weiter offen. Verdi-Verhandlungsführerin Irene Hatzidimou bezeichnete die in der 5. Runde erzielte Einigung des Arbeitgebers mit der Gewerkschaft DBB/Komba auf dpa-Anfrage als "unzureichend".

Dies Ergebnis sieht eine Tariferhöhung von mehr als sieben Prozent und einen Einstiegslohn von zwölf Euro von Februar 2020 an vor. Die Tariflaufzeit soll 24 Monate betragen. Weiterhin seien Vereinbarungen zur Absicherung weiterer Leistungen getroffen worden, teilten die Tarifparteien mit. Sie müssen die Einigung bis 15. April endgültig bestätigen. "Wir haben den Mindestlohn für alle Beschäftigten ab Beginn 2020 durchsetzen können, und die Beschäftigten haben trotz Inflationsrate und gegebenenfalls Steuerprogression ein echtes Plus in der Tasche", hatte sich dbb-Verhandlungsführer Michael Adomat zufrieden gezeigt.

Verdi sieht die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste (BVD) mehrheitlich in ihrer Gewerkschaft organisiert. Die Gewerkschaft will einen sofortigen Mindeststundenlohn von 12 Euro, eine Tariflaufzeit von 20 Monaten, eine Tariferhöhung von acht bis zwölf Prozent sowie angemessenere Zeit- und Schichtzuschläge durchsetzen. Der Flughafen sieht in dem DBB/Komba-Ergebnis seine wirtschaftliche Leistungsgrenze erreicht.

Zu den BVD-Aufgaben zählen die Gepäck- und Flugzeugabfertigung, die Flugzeugreinigung und -enteisung sowie der Busverkehr zu den Flugzeugen.

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