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Hamburg & Schleswig-Holstein Weniger Bürokratie für Hühnerhalter mit mobilen Ställen

Hühner laufen aus einem mobilen Hühnerstall heraus. Foto: Jens Büttner/Archivbild

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Innenministerium hat die Freilandhaltung von Legehennen in mobilen Ställen erleichtert. Für regelmäßige Wechsel solcher Ställe für bis zu 1000 Tiere auf immer wieder genutzte Standorte reicht künftig eine einmalige Genehmigung der Bauaufsichtsbehörden. "Die häufige Verlegung der Ställe sorgt dafür, dass der Boden sich besser regenerieren kann", sagte Innenstaatssekretärin Kristina Herbst (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben des Innenministeriums mussten Landwirte, wenn sie ihren mobilen Stall auf einen anderen Acker schleppen wollten, bisher Immissionsgutachten einholen. Das sei künftig nicht mehr nötig. "Und die Hennen können sich mehr als bislang auf frischem Grün bewegen", sagte Herbst. Dadurch werde die besonders tierwohlgerechte Haltung von Freilandhühnern unbürokratischer und kostengünstiger.

Der Erlass erspare Behörden und Landwirten durch den Verzicht auf immer neue Genehmigungsverfahren Arbeit und Kosten, sagte Herbst. Um unverhältnismäßigen Aufwand für die Erstellung von Immissionsgutachten für die jeweiligen Standorte zu vermeiden, können Betreiber künftig auf ein durch den Bauernverband initiiertes generelles Gutachten über einzuhaltende Mindestabstände - beispielsweise zur Wohnbebauung - zurückgreifen.

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