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Hamburg & Schleswig-Holstein Weniger Jugendliche in Schleswig-Holstein in Obhut genommen

Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes sind an einer Wand eines Zimmers zu sehen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

(Foto: Patrick Pleul/zb/dpa)

Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Die Behörden in Schleswig-Holstein haben im vergangenen Jahr 2554 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Im Vergleich zum Jahr davor sei dies ein Rückgang von rund einem Viertel, teilte das Statistikamt Nord am Donnerstag. Hauptgrund für den Rückgang sei, dass sich die Zahl der Schutzmaßnahmen für unbegleitet aus dem Ausland eingereiste Minderjährige um 56 Prozent auf 580 Fälle verringert habe.

Überforderte Eltern seien der häufigste Grund für die Schutzmaßnahme gewesen (36 Prozent). Zweithäufigster Anlass war die unbegleitete Einreise aus dem Ausland (23 Prozent). Bei zehn Prozent der Jugendlichen habe es Anzeichen für eine Vernachlässigung gegeben. Von den unterstützten Minderjährigen waren 36 Prozent zwischen 16 und 18 Jahre alt, 28 Prozent zwischen 14 und 16 Jahren. Ein Migrationshintergrund habe nach den Angaben des Statistikamtes bei 41 Prozent der Kinder und Jugendlichen vorgelegen.

Jungen und Mädchen werden in Obhut genommen, wenn sie sich in akuten Krisen- und Gefahrensituationen befinden. Bis eine Lösung gefunden ist, werden sie etwa in einem Heim oder bei einer Pflegefamilie untergebracht.

Mitteilung Statistikamt

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