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Hamburg & Schleswig-Holstein Wieder etwas mehr Lehrstellen in Schleswig-Holstein besetzt

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Noch nicht auf Vor-Corona-Niveau, aber ein kleiner Anstieg: In Schleswig-Holstein wurden zum Ausbildungsstart mehr Lehrverträge eingetragen. Bildungsministerin Prien macht Bewerbern ohne Lehrstelle Hoffnung.

Kiel (dpa/lno) - Kleiner Hoffnungsschimmer auf dem Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein: Die Industrie- und Handelskammern haben zum Ausbildungsstart am 1. August 7220 neue Lehrverträge eingetragen und damit 115 oder 1,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. "Dass sich die Ausbildungszahlen stabilisieren, ist eine Entwicklung, die uns Mut macht", kommentierte am Montag der Präsident der IHK Schleswig-Holstein, Hagen Goldbeck. "Wir sind zuversichtlich, dass in den Sommermonaten landesweit noch weitere Ausbildungsverträge hinzukommen."

Mit dem leichten Plus zum Vorjahr ist das Vor-Corona-Niveau allerdings längst nicht wieder erreicht: 2019 waren es in Industrie, Handel und Dienstleistungen 8794 Lehrverträge. Der starke Rückgang nach Pandemie-Beginn hat wesentlich damit zu tun, dass die Berufsorientierung an den Schulen unter den Corona-Bedingungen weggebrochen ist.

Der beste Weg für jedes Unternehmen, dem Fachkräftemangel zu begegnen, bleibe die Ausbildung im eigenen Betrieb, sagte Goldbeck der Mitteilung zufolge. Die Wirtschaft müsse den Schülern noch deutlicher machen, welche Chancen eine Ausbildung bedeuten kann. Zu den Branchen, die am stärksten Fachleute suchten, gehörten Industrieunternehmen im Maschinenbau, die Informationstechnologie, das Gastgewerbe und das Handwerk.

Bildungsministerin Karin Prien bezeichnete den leichten Anstieg der Zahl der Ausbildungsverträge als erfreulich. "Eine berufliche Ausbildung bietet den jungen Menschen viele Chancen, in ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben einzusteigen", sagte die CDU-Politikerin. "Es gibt 326 anerkannte duale Ausbildungsberufe in Deutschland und ein Großteil davon wird auch in schleswig-holsteinischen Betrieben angeboten." Auch wer zum 1. August noch keine Ausbildung begonnen konnte, habe noch Chancen, denn viele Betriebe nähmen in den kommenden Monaten noch Bewerberinnen und Bewerber auf.

Laut Bildungsministerium erwarben 2019 an den beruflichen Schulen bundesweit 44 Prozent der Jugendlichen nachträglich einen allgemeinbildenden Schulabschluss. "Auch hier bietet die Berufliche Ausbildung also noch viele Möglichkeiten", sagte Prien.

Laut Agentur für Arbeit waren Ende Juli in Schleswig-Holstein mehr als 8000 Azubi-Stellen verfügbar. Besonders im Verkauf, im Handel, in der Gastronomie und bei Lager-Logistikberufen sind viele Lehrstellen frei. Für Büromanagement sowie Versicherungs- und Finanzdienstleistungsberufe gilt das ebenfalls. Die IHK macht darauf aufmerksam, dass ein Ausbildungsbeginn auch noch zum 1. September oder später möglich und individuell vereinbar ist.

Quelle: dpa

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