Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-Holstein Zahl der Asylsuchenden im Norden deutlich gesunken

dpa_Regio_Dummy_HamburgSchleswigHolstein.png

Kiel (dpa/lno) - Im vergangenen Jahr sind 3804 Asylsuchende nach Schleswig-Holstein gekommen und damit 379 weniger als 2019. Dies ist ein Rückgang um neun Prozent. Wie das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge am Dienstag weiter berichtete, haben die Kreise und kreisfreien Städte im vorigen Jahr 1382 Kinder von bereits früher eingereisten Eltern nachgemeldet, die in den Jahren zuvor geboren wurden. Bereinigt um diese Zahl habe die Zuwanderung 2020 um etwa 42 Prozent unter der des Vorjahres gelegen.

Die meisten Menschen kamen im vergangenen Jahr aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die Landesunterkünfte in Neumünster, Boostedt, Rendsburg und Bad Segeberg waren im Jahresschnitt zu 65 Prozent ausgelastet.

Im gesamten Jahr reisten laut Landesamt 325 Menschen freiwillig aus, 125 wurden abgeschoben und 72 nach dem sogenannten Dublin-Verfahren überführt. Das sind rund 58 Prozent weniger als 2019. Der Rückgang sei auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, die viele Ausreisen unmöglich gemacht habe, gab das Landesamt an.

Regionales