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Hessen 1,2 Millionen auf eigenem Konto: Frau bestreitet Geldwäsche

Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal.

(Foto: Thomas Frey/dpa/Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Weil sie ihr privates Girokonto einem in China begangenen Großbetrug zur Verfügung gestellt haben soll, muss sich eine Frau seit Mittwoch vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage legt der 30-Jährigen Geldwäsche zur Last. Die Bank der in Frankfurt wohnenden Frau hatte im Frühjahr 2019 der Staatsanwaltschaft den Eingang von rund 1,22 Millionen Euro gemeldet, deren Herkunft unklar war. Laut dem Ermittlungsergebnis stammte das Geld aus Betrügereien in China im Umfang von mehreren Millionen Euro.

Vor Gericht bestritt die Angeklagte energisch die ihr zur Last gelegten bösen Absichten. Sie sei davon ausgegangen, dass der Betrag aus dem Verkauf eines Hauses ihrer Eltern in China stammte und ihr für den Kauf einer Eigentumswohnung in Frankfurt zur Verfügung gestellt worden sei. Da der Betrag für einzelne Auslandsüberweisungen in China auf 50.000 Euro gedeckelt sei, seien die Überweisungen gesplittet und von mehreren unterschiedlichen Absendern getätigt worden.

Der Prozess soll nun am 29. August fortgesetzt werden - das Gericht will bis dahin rechtliche Details ausloten. Dabei geht es auch um die Einziehung des überwiesenen Betrages - eines der betroffenen Unternehmen hat bereits Ansprüche angemeldet.

Quelle: dpa

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