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Hessen Adi Hütters Treuschwur an die Eintracht: "Ich bleibe"

Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

(Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild)

Die Eintracht verliert in Bremen ihr erstes Spiel in diesem Jahr und Trainer Hütter danach die gewohnte Contenance. 36 Stunden danach gibt es aber schon wieder gute Nachrichten.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit einem Treuschwur sorgte Adi Hütter nach dem kurzen Ärger über das Ende der beeindruckenden Erfolgsserie gleich wieder für positive Stimmung bei Eintracht Frankfurt. "Ich bleibe", betonte der Trainer des hessischen Fußball-Bundesligisten am Sonntag im TV-Talk "Sky90".

Zwei Tage nach dem von vielen Nebengeräuschen begleiteten 1:2 bei Werder Bremen sendete der 51 Jahre alte Österreicher, der zuletzt als möglicher Nachfolger von Marco Rose bei Borussia Mönchengladbach gehandelt wurde, damit ein klares Signal für seinen Verbleib. "Mit Spekulationen beschäftige ich mich gar nicht. Ich habe Vertrag bei der Eintracht, wo ich mich sehr wohl fühle. Deswegen gibt es überhaupt keine Diskussion", bekräftigte Hütter.

Der frühere Profi steht bei den Frankfurtern seit 2018 in der sportlichen Verantwortung und hat seinen Vertrag im Herbst des Vorjahres vorzeitig bis zum Sommer 2023 verlängert. Derzeit belegen die Hessen den vierten Tabellenplatz und dürfen trotz der ersten Niederlage in diesem Jahr am Freitag bei Werder Bremen von der erstmaligen Teilnahme an der Champions League träumen. "Die Favoriten sind andere. Aber wenn sich eine Chance auftut, muss man sie auch packen. Wir wollen es unbedingt und können das schaffen", sagte Hütter.

Fast noch mehr als das Ende der stolzen Frankfurter Erfolgsserie von elf ungeschlagenen Spielen wurmten ihn die Begleitumstände, weshalb Hütter seine Kritik am Rivalen und dessen Trainer am Sonntag erneuerte. "Ich habe grundsätzlich nichts gegen Florian Kohfeldt", stellte Hütter klar. "Mich stört nur, wenn sich der Täter als Opfer darstellt. Ich muss mich sicherlich nicht beschimpfen lassen von Leuten, die auf der Tribüne sitzen und zum Staff dazugehören", sagte Hütter.

Dies habe auch etwas mit dem Trainer zu tun, was er Kohfeldt gegenüber nach dem Abpfiff zum Ausdruck gebracht habe. "Wenn mir das in Frankfurt passieren würde, dass einer meiner Mitarbeiter auf der Tribüne sitzt und auf den gegnerischen Trainer schimpft, dann kann ich garantieren, dass der am nächsten Tag nicht mehr in meinem Team arbeitet", betonte Hütter.

Als Ausrede für die Pleite wollte er die Vorkommnisse aber nicht gelten lassen. "Bremen hat verdient gewonnen, weil wir nicht gut gespielt haben", sagte der Eintracht-Coach. "Wir haben ein Spiel, das wir eigentlich in der Hand hatten, aus der Hand gegeben. Werder war eklig, sie waren unangenehm - und wir sind ihnen in die Falle gegangen." Das 19. Saisontor von André Silva (9. Minute) reichte deshalb nicht. Theodor Gebre Selassie (47.) und Joshua Sargent (62.) drehten die Partie für die Hausherren.

Im Heimspiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart erwartet Hütter von seinen Schützlingen eine deutliche Steigerung. "Jetzt zeigt sich, welchen Charakter die Mannschaft hat. Wenn man glaubt, man kann durch die Bundesliga spazieren, wird es schwierig. Ich hoffe, dass wir auf die Niederlage eine Reaktion zeigen", so Hütter.

© dpa-infocom, dpa:210228-99-627454/3

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