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Hessen Angespannter Wohnungsmarkt: Wenige Kommunen mit Mietspiegel

Tarek al Wazir nimmt an einer Sitzung teil. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Von den 49 hessischen Kommunen mit einem angespannten Wohnungsmarkt verfügen zwei über einen qualifizierten Mietspiegel. Dabei handele es sich um die Großstädte Darmstadt und Frankfurt, teilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion in Wiesbaden mit. Einfache Mietspiegel existieren derzeit in den Städten Langenselbold, Maintal und Nidderau (alle Main-Kinzig-Kreis) sowie in Offenbach am Main und Wiesbaden.

Als Grund für einen bislang fehlenden Mietspiegel hätten einzelne Mittelstädte angegeben, die Erstellung sei vor allem wegen des finanziellen Aufwandes und des geringen Datenmaterials nur sehr schwer realisierbar, erklärte der Minister. Mietspiegel werden genutzt, um die ortsübliche Vergleichsmiete zu ermitteln. Damit werden Mieterhöhungen begründet und bei einem Umzug in ein Gebiet mit Mietpreisbremse zulässige Mieten festgestellt.

In Hessen gilt in 49 Kommunen eine Mietpreisbremse bei Neuvermietung sowie verlängerte Kündigungssperrfristen. Wo die Verordnung in Kraft ist, darf die Miete den Angaben zufolge bei einer Wiedervermietung nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Ausgenommen von der Regelung seien Erstvermietungen nach dem 1. Oktober 2014 oder nach umfassender Modernisierung. Bei laufenden Verträgen werden Mieterhöhungen statt auf 20 auf maximal 15 Prozent in drei Jahren gedeckelt. Auch diese Erhöhung müssen die Mieter nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete akzeptieren.

© dpa-infocom, dpa:210513-99-581077/2

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