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Hessen Anwalt in Corona-Risikogruppe: Spielbankprozess verlegt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Copyright: pixabay.com/Decker & Böse Rechtsanwaltsgesel/obs/Symbolbild

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Prozess um Untreue in der Spielbank Bad Homburg mit Millionenschaden ist vom Landgericht Frankfurt am Mittwoch kurzfristig verlegt worden. Wie es hieß, sei der Verteidiger des 28 Jahre alten angeklagten Kasino-Angestellten ausgefallen, weil er der Corona-Risikogruppe angehört. Ein Vertreter habe nicht gefunden werden können. Der Prozess gegen den derzeit in Untersuchungshaft einsitzenden Mann werde aber "zeitnah" beginnen, hieß es bei Gericht. Der Auftakt war für diesen Donnerstag (19.) geplant. AZ 7350 Js 204778/19

Dem Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, seine Funktion als kaufmännischer Angestellter für zahlreiche unerlaubte Geldentnahmen aus dem Kasinotresor missbraucht zu haben. Rund 280 000 Euro soll er an Fremdwährung entnommen, darüber hinaus Barbestände von rund 1,5 Millionen veruntreut haben. Der laut Anklage spielsüchtige Mann soll davon rund 820 000 Euro an Spielgewinnen in anderweitigen Kasinos an die Bad Homburger Spielbank zurückgezahlt haben. Ein Betrag von knapp einer Million Euro gilt dabei als reiner Schaden. Im April vergangenen Jahres wurde der Angeklagte festgenommen.

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