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Hessen Auswirkung von US-Militärübung Defender auf Hessen gering

US-Soldaten schieben eine Trage mit einer Puppe. Foto: Harald Tittel/dpa

(Foto: Harald Tittel/dpa)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Auswirkungen der großen US-geführten Militärübung "Defender Europe 21" auf Hessen sind nach Auskunft der Staatskanzlei gering. Es sei nicht geplant, Einrichtungen der Bundeswehr in Hessen zu nutzen, teilte sie auf Anfrage der Landtagsfraktion der Linken in Wiesbaden mit. Die Militärübung mit mehr als 28.000 Soldaten aus Nato- und Partnerländern war Anfang Mai angelaufen. Schauplatz sind vor allem Übungsplätze in südosteuropäischen Ländern wie Albanien, Kroatien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina.

Nach Angaben der Staatskanzlei dauert der Schwerpunkt der Übung bis Mitte Juni. Es werde zu keinem Einsatz von Soldatinnen oder Soldaten in Hessen kommen.

Das europäische Hauptquartier der US-Armee in Wiesbaden habe die Übung geplant und leite sie. Das Landeskommando der Bundeswehr in Hessen fungiere als Ansprechstelle für die Unterstützung der Übungsgruppen. "Auswirkungen auf die Bevölkerung in Hessen sind aufgrund der Konzeption der Übung nicht zu erwarten", erklärte die Staatskanzlei.

Eine vorangegangene "Defender"-Übung im Jahr 2020 war eigentlich als die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte seit dem Ende des Kalten Krieges angelegt gewesen. Ursprünglich sollten an ihr insgesamt rund 37.000 Soldaten teilnehmen. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Großteil der Übungsteile aber abgesagt.

© dpa-infocom, dpa:210604-99-856184/2

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