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Hessen Bewährungsstrafe für betrügerischen Krankenpfleger

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archiv

(Foto: Volker Hartmann/dpa/Archiv)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen Abrechnungsbetrugs mit einem Gesamtumfang von rund 210 000 Euro ist ein 57 Jahre alter Krankenpfleger am Donnerstag vom Landgericht Frankfurt zu einem Jahr und zehn Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dem Urteil ging eine Vereinbarung voraus, wonach der Angeklagte den kompletten Schaden zuzüglich 30 000 Euro Zinsen ausgleichen werde. (AZ 7710 Js 212880/15

Betriebliche Überprüfungen hatten ergeben, dass der auf Honorarbasis in einer Klinik beschäftigte Pfleger zwischen 2011 und 2014 dort im großen Stil Abrechnungen über angebliche Dienste eingereicht hatte, obwohl er auf den Protokollen der Operationsabteilungen gar nicht aufgeführt worden war. Ursprünglich ging die Anklage von einem Schaden in Höhe von 320 000 Euro aus. Das Gericht beschränkte sich nach mehrtägiger Beweisaufnahme allerdings auf lediglich 33 Einzelfälle mit einem Schaden von 210 000 Euro. Zu Beginn des Prozesses hatte der Angeklagte geschwiegen - erst kurz vor Ende dagegen ein Geständnis abgelegt. "Ohne das Geständnis hätten Sie keine Bewährung mehr erhalten", sagte der Vorsitzende Richter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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