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HessenBienen haben den Winter gut überstanden

24.05.2026, 04:02 Uhr
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Die Imker sind zufrieden: Die Völker entwickeln sich gut und das Wetter spielt mit. In Hessen kann man den ersten Honig kosten.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Das Schwirren und Schwärmen in Gärten und Parks hat begonnen und der erste Frühjahrshonig wartet: Wie der Landesverband Hessischer Imker berichtet, haben die Völker den Winter überwiegend gut überstanden. Auch das Bieneninstitut im mittelhessischen Kirchhain bestätigt das: Die im Deutschen Bienenmonitoring überprüften Betriebe hätten demnach nur 6,7 Prozent der Völker verloren. Im Winter 2024/2025 waren es über 20 Prozent gewesen.

Auf das Frühjahr schaut Christian Schirk vom Landesverband Hessischer Imker positiv: "Die Völker haben sich gut entwickelt und während der Obst- und Rapsblüte hat das Wetter mitgespielt." Das regnerische Wetter der letzten Wochen habe die Honigernte eher begünstigt: "Fällt nicht ausreichend Regen, können die Blüten auch keinen oder nur wenig Nektar produzieren", erklärte Schrik.

"Bei schwülwarmem Wetter "honigt" es besonders ergiebig"

Doch Natur und Bienen brauchen auch Wärme. Längere Kälteperioden hätten die Honigernte etwas reduziert, erklärte Martin Sebastian Gabel vom Bieneninstitut. Dann nutzen die Völker nämlich ihre Reserven, um das Brutnest aufzuheizen. Schirk sagte: "Bei schwülwarmem Wetter "honigt" es besonders ergiebig."

Besondere Probleme macht den Imkern neben der langjährig bekannten Varroamilbe, die Bienen und ihre Brut befällt und Viren überträgt, seit einigen Jahren die Asiatische Hornisse. Die Art jagt unter anderem Honigbienen. Seit Jahresbeginn sind bereits 460 Meldungen eingegangen, wie Katharina Albert vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mitteilte. Überwiegend stammten die Meldungen aus Südhessen.

Quelle: dpa

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