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Hessen Brandsatz in Wohnung geworfen: Beschuldigter in Psychiatrie?

Eine Figur der Justitia. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

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Darmstadt (dpa/lhe) - Ein Mann soll im südhessischen Ober-Ramstadt einen Molotowcocktail in die Wohnung eines Nachbarn geworfen haben. Weil ein Vater geistesgegenwärtig reagierte, wurde niemand verletzt. Vor dem Landgericht Darmstadt geht es nun heute in einem sogenannten Sicherungsverfahren um die Frage, ob der mutmaßliche Täter dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wird. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 35 Jahre alte Deutsche zur Tatzeit krankheitsbedingt schuldunfähig war. Dem Mann wird versuchter Mord und versuchte Brandstiftung vorgeworfen.

Zu der Tat war es der Anklage zufolge am Nachmittag des 18. Oktober 2019 im südhessischen Ober-Ramstadt gekommen. Zu dem Zeitpunkt waren der 30 Jahre alte Vater und seine drei Jahre alte Tochter in der Wohnung. Der Molotowcocktail durchschlug eine Fensterscheibe, zerschellte aber nicht auf dem Wohnzimmerboden. Bevor etwas in der Wohnung Feuer fangen konnte, griff der Vater in einer schnellen Reaktion zu und warf den Brandsatz aus dem Fenster.

Der 30-Jährige gab an, dabei gesehen zu haben, wie sein Nachbar in einem Auto wegfuhr. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter festnehmen, als der später in seine Wohnung zurückkehrte. Für das Verfahren sind bislang vier Verhandlungstage bis zum 23. April angesetzt.

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