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Hessen CDU: Kulturgut der Heimatvertriebenen muss bewahrt werden

Ein Kameramann (l) filmt die Plenarsitzung hessischen Landtages.

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die CDU-Fraktion im hessischen Landtag hat dazu aufgerufen, das Kulturgut von Spätaussiedlern und Heimatvertriebenen zu bewahren. Es bleibe ein dauerhafter Auftrag, ihr Schicksal und ihre Leistungen im Bewusstsein zu halten, sagte der CDU-Abgeordnete Max Schad am Donnerstag in Wiesbaden. Er verwies darauf, dass das Land Hessen 1,5 Millionen Euro für einen neuen Lehrstuhl "Historische Erinnerung und kulturelles Erbe - Vertriebene und Spätaussiedler in Hessen seit 1945" an der Universität Gießen bereitstelle.

"Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hessen für 1,8 Millionen Geflüchtete und Vertriebene zur neuen Heimat. Sie haben in beachtlichem Maße daran mitgewirkt, unser Land nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufzubauen", erklärte Schad. Heimatvertriebene und Spätaussiedler seien schon rechtlich gesehen nicht mit klassischen Migranten gleichzusetzen. Dies sei kulturell und historisch unsensibel und falsch, sagte der CDU-Abgeordnete.

Der integrationspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Turgut Yüksel, sagte, Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg und heutige Einwanderungsbewegungen zeigten zwei Gemeinsamkeiten: Den Verlust der alten Heimat und Diskriminierungserfahrungen in der neuen Heimat. Er warnte davor, eine Gruppe gegen die andere auszuspielen.

Quelle: dpa

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