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Hessen CDU kritisiert Schlaganfall-Versorgung an Unimedizin

Der rheinland-pfälzische CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

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Mainz (dpa/lhe) - Der rheinland-pfälzische CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner hat die nach seiner Ansicht mangelnde Versorgung von Schlaganfallpatienten an der Universitätsmedizin in Mainz kritisiert. Dringend behandlungsbedürftige Patienten, müssten weiter geschickt werden, weil zu wenig Personal und zu wenig und veraltete Behandlungsplätze zur Verfügung stünden, schrieb er am Sonntag in einem offenen Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Es sei ein unverschuldbares Versagen der Landesregierung, wenn die einzige Universitätsmedizin des Bundeslandes, "vom Land als Träger finanziell, personell und technisch so ausgetrocknet wird, dass lebensbedrohlich kranken Menschen zeitweise nicht geholfen werden kann", erklärte Schreiner eine Woche vor der Landtagswahl.

Das Wissenschaftsministerium in Mainz, zuständig für die Unimedizin, wies derweil die Kritik zurück. So bestehe für die Behandlung von Schlaganfallpatientinnen und Patienten ein Netzwerk von Kliniken, etwa mit Häusern in Frankfurt und Wiesbaden, die sich gegenseitig unterstützen. "So ist eine Versorgung auf höchstem Niveau zu jeder Zeit gewährleistet", hieß es.

Zudem verfüge die Universitätsmedizin in Mainz für die Schlaganfallbehandlung über ausreichend Intensiv-, Überwachungs- und Behandlungsplätze in der sogenannten Stroke Unit und in den Intensivstationen. Gerade während der Zeit der Covid-Pandemie würden praktisch jederzeit rund zehn Betten zur Intensivbehandlung frei gehalten. Und: Die apparative Ausstattung zur Diagnostik und Therapie von Schlaganfallpatienten sei angemessen. Es könne vorkommen, dass es etwa durch Krankheitsausfall zu personellen Engpässen komme, in solchen Fällen greife das Netzwerk.

© dpa-infocom, dpa:210307-99-726119/2

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