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Hessen Demonstration gegen Rechtsruck und rechten Terrorismus

Die Demonstrationsteilnehmer marschieren mit Plakaten mit der Aufschrift

(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Rund 400 Menschen haben am Dienstagabend in Frankfurt gegen einen gesellschaftlichen Rechtsruck demonstriert. Zu der Veranstaltung hatte das Bündnis "Frankfurt Nazifrei" aufgerufen. Es gehe darum, nach dem gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ein Zeichen zu setzen, sagte ein Sprecher der Organisatoren. Militante rechte Strukturen seien eine Gefahr für viele Menschen - das habe der Tod des CDU-Politikers gezeigt, der sich für Flüchtlinge ausgesprochen hatte. Der mutmaßliche Täter soll Kontakte zur rechtsextremen Szene gehabt haben.

Der Kasseler Regierungspräsident war in der Nacht zum 2. Juni mit einer Schussverletzung am Kopf auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft geht von einem politischen Attentat mit rechtsextremem Hintergrund aus. Unter dringendem Tatverdacht sitzt der 45-jährige, vorbestrafte Stephan E. in Untersuchungshaft.

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