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Hessen Der Süden Hessens mit guten Werten bei den Lebensbedingungen

Die Ortschaft im Landkreis Lichtenfels im abendlichen Licht. Foto: Nicolas Armer

(Foto: Nicolas Armer/dpa)

Berlin (dpa/lhe) - Hessen kommt bei einer Studie zu den Lebensbedingungen im bundesweiten Vergleich gut weg. Die Untersuchung bescheinigt insbesondere den Städten und Landkreisen im Süden des Bundeslandes überdurchschnittlich gute Lebensbedingungen. Der Norden fällt hingegen etwas ab. Für den am Donnerstag in Berlin vorgestellten "Teilhabeatlas" verglich das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung 401 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland nach Indikatoren wie kommunalen Steuereinnahmen, Hartz-IV-Quoten, Abwanderung, Infrastruktur und Lebenserwartung. Frankfurt, der Hochtaunuskreis und der Main-Taunus-Kreis wiesen von den städtischen Regionen die besten Werte auf. Die guten gesellschaftlichen Teilhabechancen finden sich auch in den meisten der angrenzenden Landkreise.

Sieben Landkreise, darunter Offenbach, Fulda und der Wetteraukreis, fallen in die Gruppe "Erfolgreiche ländliche Regionen". Sie zeichneten sich beispielsweise durch hohe Einkommen, geringe Arbeitslosigkeit und eine schnelle Internetverbindung aus. Nördlich ab der Höhe von Fulda überwiegen indes Landkreise, die in die Kategorie "Ländliche Regionen mit vereinzelten Problemen" und somit im westdeutschen Mittel eingeordnet wurden. In diesen Regionen gebe es keine "alarmierenden Herausforderungen in Bezug auf die sozialen Teilhabechancen". "Abgehängte Regionen", die dritte Gruppe, finden sich der Studie zufolge nicht.

Im Grundgesetz ist die "Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet" verankert. Der entsprechende Artikel 72 sah bereits 1949 vor, die Unterschiede zwischen strukturschwachen und wirtschaftsstarken Gebieten zu glätten.

Grundgesetz Art. 72

Teilhabeatlas

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