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Hessen Deutlich mehr Blühstreifen für Insekten an hessischen Äckern

Ein Blühstreifen wurde neben einem Maisfeld angelegt. Foto: Patrick Pleul/Archiv

(Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit deutlich mehr Blühflächen auf den Äckern wollen Landwirte in Hessen einen Beitrag zum Insektenschutz leisten. Der Hessische Bauernverband habe in diesem Jahr insgesamt 16 000 Kilogramm Saatgut an die Landwirte abgegeben - doppelt so viel wie noch ein Jahr zuvor, sagte Vizepräsident Volker Lein am Freitag in Frankfurt. Damit seien etwa 1600 Hektar Blühflächen angelegt worden.

"Dies entspricht einem fünf Meter breiten Blühstreifen mit einer Gesamtlänge von 3200 Kilometern", sagte Lein. Mit den aus 16 verschiedenen Pflanzenarten bestehenden Blühstreifen wollen die Landwirte nach Angaben Leins einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten, gerade in der Zeit nach der Obst- und Rapsblüte.

"Bis Ende Mai haben die Bienen einen vollgedeckten Tisch", sagte Manfred Ritz, Vorsitzender des Landesverbands der Hessischen Imker. "Ab Anfang Juni geht es mit der Hungersnot los." Wer etwas für Bienen und andere Insekten tun wolle, könne mit Wildblumenmischungen einen Beitrag leisten. Wichtig seien unterschiedliche Blühzeiten über den ganzen Sommer hinweg bis in den Herbst hinein.

Hessischer Bauernverband

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