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Hessen Einsatz der 300 neuen Bodycams im regulären Streifendienst

Peter Beuth (CDU), Innenminister in Hessen, nimmt die Ausstattung eines Polizisten in Augenschein. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Aufzeichnungen der hessischen Polizisten mit ihren Schulterkameras sind bereits in zahlreichen Strafverfahren als Beweismaterial verwendet worden. Seit der flächendeckenden Einführung der Bodycams sei das Bildmaterial in 255 Verfahren zum Einsatz gekommen, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Mit den nun 300 neuen Schulterkameras werde der Einsatz auf den Regelstreifendienst ausgeweitet. Für diese zusätzlichen Bodycams inklusive 122 Dockingstations und Software seien rund 277 000 Euro investiert worden.

Den Polizeidienststellen im Land standen bislang rund 100 Kameras zur Verfügung. Der Einsatz dieser Technik wurde in Hessen erstmals erprobt. Nach einer Pilotphase im Jahr 2013 wurden die Bodycams rund zwei Jahre später landesweit bei den Polizeipräsidien und der Bereitschaftspolizei eingeführt. Mittlerweile werden sie auch bundesweit eingesetzt. Getragen werden die Kameras vor allem bei Einsätzen in Brennpunkten.

Hessen prüft derzeit auch den Einsatz von Bodycams im Justizvollzug. Die Mini-Kameras könnten künftig bei Gefängnisbediensteten eingesetzt werden, um besonders aggressive Häftlinge abzuschrecken und zu einer Deeskalation bei Konflikten beizutragen, hatte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) zuletzt erklärt. Die Bild- und Tonaufnahmen könnten zudem als Beweismittel und damit zum Schutz der Mitarbeiter bei Vorfällen dienen. Im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen ist ein entsprechendes Modellprojekt aufgeführt.

Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Landesregierung

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