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Hessen Eintracht-Arena heißt künftig "Deutsche Bank Park"

Blick in das leere Stadion. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild)

Eintracht Frankfurt hat einen neuen Namenssponsor für seine Heimstätte gefunden. Mit dem Geldgeber ist ein Vertrag über sieben Jahre vereinbart worden, der dem Verein rund 38 Millionen Euro einbringen soll.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Von Bank zu Bank: Die Fußball-Heimstätte von Eintracht Frankfurt wird vom 1. Juli an "Deutsche Bank Park" heißen. Wie der Bundesligist am Mittwoch bestätigte, hat der Vertrag mit dem neuen Namenssponsor eine Gültigkeit bis mindestens zum 30. Juni 2027 - mit der Option zur Verlängerung. Über die Höhe der jährlichen Sponsoring-Kosten vereinbarten beide Parteien Stillschweigen, insgesamt sollen nach Informationen der "Bild"-Zeitung rund 38 Millionen Euro in die Eintracht-Kasse fließen.

Das Geldhaus löst mitten in der Corona-Krise die Commerzbank ab, die 15 Jahre lang Namenssponsor der Frankfurter WM-Arena gewesen ist. "Es ist aktuell so, dass die Welt und die Volkswirtschaften mit anderen Themen beschäftigt sind und nicht mit Sponsorenfragen", sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann am Mittwoch. "Ich glaube aber, dass es wichtig ist, ein Signal zu setzen, dass es nach der Corona-Krise weitergeht, Menschen sich wieder begegnen und Sportveranstaltungen beiwohnen werden."

Man nehme die Sorgen wahr, müsse aber "Weichen stellen, damit alle wissen: Nach dem Coronavirus wird wieder Fußball gespielt". Die sieben Jahre lange Vertragsdauer gebe "in Zeiten der Unsicherheit eine gewisse Planungssicherheit".

Neben dem Namenspatronat für das Stadion sei auch vereinbart worden, die Trainingsplätze und den sich im Bau befindlichen Proficampus mit Geschäftsstelle zum Teil des "Deutsche Bank Parks" zu machen. Außerdem sollen mit dem in Frankfurt ansässigen Geldinstitut gemeinsam neue digitale Geschäftsmodelle und Produkte wie ein Bezahlsystem, das über das Stadionareal hinaus auch in der Stadt Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet genutzt werden könne, entwickelt werden. Ferner soll die Vision des Stadionausbaus von rund 51 000 auf 60 000 Zuschauer verwirklicht werden, so Hellmann.

Die Commerzbank AG sei eines von drei Unternehmen gewesen, die zum Kreis der Interessenten gehört habe. "Wir haben der Eintracht ein faires und attraktives Angebot unterbreitet. Die Eintracht hat sich jedoch für ein anderes Angebot entschieden", hieß es in einer Mitteilung der Bank. "Die Commerzbank hat die Entscheidung sportlich fair aufgenommen", sagte Hellmann.

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