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Hessen Eintracht setzt Zeichen: Chefscout Manga wird Profi-Direktor

Das Logo von Eintracht Frankfurt ist auf einem Pult zu sehen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

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Eintracht Frankfurt strukturiert seine sportliche Führungsebene um. Erster Schritt ist die Beförderung von Ben Manga, der künftig eine noch wichtigere Rolle bei den Hessen einnehmen wird.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mitten in der Abschiedsdebatte um Sportvorstand Fredi Bobic hat Eintracht Frankfurt Chefscout Ben Manga zum Direktor Profifußball befördert und damit erste personelle Weichen für die Zukunft gestellt. Der 47-Jährige wurde am Freitag mit einem langfristigen Vertrag bis zum Sommer 2026 ausgestattet und soll ab der kommenden Saison zusätzlich zu seiner bisherigen Aufgabe auch für die Kaderplanung beim hessischen Bundesligisten verantwortlich zeichnen.

"Ben hat einen großen Anteil am gegenwärtigen Erfolg der Eintracht und der Entwicklung in den vergangenen Jahren. Sein Gespür für Talente und seine Beobachtungsgabe sind sehr ausgeprägt und werden sich in der neuen Struktur noch besser entfalten", sagte der im Sommer scheidende Bobic zu der Personalie.

Der seit 2016 für die Frankfurter tätige Manga tritt die Nachfolge von Sportdirektor Bruno Hübner an, der am Saisonende ausscheidet. "Für den Club ist die Vertragsverlängerung ein sehr starkes Zeichen für die Zukunft, zumal Ben Manga auch von Topclubs stark umworben wurde", betonte Bobic.

Mit der Erweiterung des Tätigkeitsfeldes von Manga geht eine Umstrukturierung der sportlichen Führungsebene einher. Künftig wird es bei der Eintracht, die nach der ersten Niederlage des Jahres in Bremen im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) sportlich in die Erfolgsspur zurückkehren will, keinen Sportdirektor mehr geben. Stattdessen wird neben dem Direktor Profifußball, der das Scouting und die Kaderplanung leitet, der Posten eines Technischen Direktors eingerichtet. Dieser soll bis zum Saisonende gefunden werden und dann die zahlreichen und weiter zunehmenden administrativen Aufgaben des sportlichen Bereichs übernehmen.

Manga, der zuvor für den VfB Stuttgart und die TSG 1899 Hoffenheim gearbeitet hatte, entdeckte Spieler wie Evan Ndicka, Tuta, den 2019 für 40 Millionen Euro nach England gewechselten Sebastien Haller und zuletzt Sommer-Neuzugang Ali Akman. "Wir haben in den vergangenen Jahren bei Eintracht Frankfurt viel bewirken können und aufgebaut. Ich sehe weiterhin gute Entwicklungsmöglichkeiten für den Club und bin sehr glücklich, auch weiterhin Teil der Eintracht-Familie sein zu können", sagte Manga.

Ein wesentlicher Grund für seine Vertragsverlängerung sei der Bau des neuen Profi-Camps in unmittelbarer Nachbarschaft des Stadions gewesen. Damit würden die täglichen Arbeitsvoraussetzungen auf ein Topniveau gehoben. "Das ist ein Meilenstein in der Entwicklung. Ich identifiziere mich total mit der Philosophie der Eintracht", betonte Manga. Der Verein sei stabil und kompetent aufgebaut. "Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft."

© dpa-infocom, dpa:210305-99-702814/4

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