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Hessen Enrico Schleiff neuer Präsident der Goethe-Universität

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(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild)

Wirbel an der Uni Frankfurt: Eigentlich soll heute über das Präsidentenamt abgestimmt werden. Doch die Wahl könnte auch scheitern.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach drei Wahlgängen ist der Molekularbiologe Enrico Schleiff am Mittwoch zum Präsidenten der Frankfurter Goethe-Universität gewählt worden. Stimmberechtigt waren 34 Mitglieder des Erweiterten Senats. Nach dem zweiten Wahlgang hatte die amtierende Präsidentin Birgitta Wolff ihre Kandidatur im Interesse des Gesamtwohls der Universität und unter Betonung der eigenen Unabhängigkeit zurückgezogen, so ein Hochschulsprecher nach der Wahl.

Vor der Wahl hatte die Abstimmung Medienberichten zufolge für viel Wirbel gesorgt. Mitglieder des Senats kritisieren danach, dass der Hochschulrat lediglich Wolff und Schleiff nominiert hat. Dabei hatten zwei weitere Professoren ebenfalls kandidiert.

Schleiff, früherer Vizepräsident und Professor für Molekulare Zellbiologie der Pflanzen, beginnt seine sechsjährige Amtszeit nach der Ernennung durch den Hochschulrat am 1. Januar 2021. Wolff, einst Kultusministerin des Landes Sachsen-Anhalt, ist seit 2015 Präsidentin von Hessens größter Hochschule.

"Ich werde mit aller Kraft darauf hinwirken, die in den letzten Wochen in der Universität aufgetretenen Spannungen konstruktiv zu überwinden", sagte Schleiff nach seiner Wahl.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) wünschte Schleiff einer Mitteilung zufolge "eine glückliche Hand". Als früherer Vizepräsident habe er beträchtliche Erfahrung mit der Arbeit in den Gremien der Hochschul-Selbstverwaltung gesammelt. Gleichzeitig dankte sie Wolff für ihre Arbeit.

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