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Hessen Experte: In trockenen Gebieten andere Pilze suchen

Ein Maronenröhrling wird mit einem Messer abgeschnitten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Offenbach (dpa/lhe) - Trotz der anhaltenden Trockenheit haben Pilzsammler im Hessens Wäldern durchaus Erfolgsaussichten. "Es gibt Pilze, die ernähren sich parasitisch", sagte Dietmar Krüger, Sachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und Pilzlehrer aus Offenbach. Diese Pilze ernährten sich von Bäumen, selbst wenn die schon tot seien. Ein Beispiel sei der Austernpilz.

Bundesweit sei die Pilzsaison in vollem Gang. Die Erfolgsaussichten seien aber sehr unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland. "In Hessen im Rhein-Main-Gebiet ist es seit Wochen trocken, da wächst kein Steinpilz und kein Pfifferling." In Regionen, wo es vor einer Woche geregnet habe, sehe die Lage anders aus. Der Herbst sei grundsätzlich die Hauptsaison für das Pilzesammeln, vor allem nach ausgiebigen Regenfällen.

Dass 2019 ein sehr gutes Pilzjahr war und viel gesammelt wurde, schmälere die Erfolgsaussichten in diesem Jahr nicht, sagte Krüger. Pilze versuchten normalerweise einmal im Jahr oder mehrfach Sporen abzugeben. Dabei komme es auf die Witterung an: "Wenn der Pilz genug Nährstoffe hat, um einen Fruchtkörper zu bilden, wird er das tun." An Fundorten aus dem vergangenen Jahr bestünden wieder Chancen: "Pilze sind standorttreu."

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