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Hessen Fluggastklagen belasten hessische Justiz

Ein Verkehrsflugzeug setzt zur Landung an. Foto: Federico Gambarini/dpa

(Foto: Federico Gambarini/dpa)

Frankfurt (dpa/lhe) - Die enorme Anzahl von Fluggastklagen macht dem Frankfurter Amtsgericht zu schaffen. "Es ist die schiere Masse, die uns sehr stark beansprucht", sagt Richter Karl-Stefan Konow, der für Zivilprozesse zuständige Sprecher des Frankfurter Amtsgerichts. Passagieren stehen bei verspäteten oder ausgefallenen Flügen oftmals Entschädigungen zu. Wenn Airlines nicht zahlen, kommt es zu juristischen Schritten.

Auch der Richterbund Hessen schlug unlängst Alarm: "Die wachsende Zahl der Fälle führe zu Problemen im Geschäftsbetrieb", erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende, Johannes Schmidt. "Mit Blick auf die Vielzahl dieser Bagatellverfahren besteht die Befürchtung, dass andere wichtige Arbeiten des Amtsgerichts darunter leiden."

Laut Richterbund hat sich der Anteil entsprechender Klagen am Gesamtaufkommen der Eingänge beim Amtsgericht der Mainmetropole seit 2015 mehr als verdoppelt. Schätzungen zufolge werden in diesem Jahr bis zu 16 000 Reisesachen eingehen, wobei es dabei in aller Regel um Fälle wegen Flugverspätungen und -ausfällen gehe. Das Amtsgericht in der Mainmetropole ist für den Frankfurter Flughafen - den größten Airport Deutschlands - zuständig.

Pressemitteilung Richterbund

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