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Hessen Fluglärmgegner demonstrieren zum 300. Mal am Flughafen

Montagsdemo am Flughafen Frankfurt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Jubiläum der besonderen Art: Zum 300. Mal sind am Montag am Flughafen Frankfurt Fluglärmgegner auf die Straße gegangen. Sie protestierten erneut gegen die Lärm- und Feinstaubbelastungen, die der größte deutsche Airport verursacht. Nach Angaben des Bündnisses der Bürgerinitiativen (BBI) beteiligten sich über 1000 Menschen an der Demonstration. Die Polizei sprach von etwa 550 Teilnehmern.

Vorgestellt werden sollte bei der Kundgebung unter anderem die Kampagne "Deutschland-fliegt-nicht". Die Initiatoren rufen dazu auf, eine Woche im Februar 2020 auf Inlandsflüge zu verzichten. Im Foyer des Terminals 1 war eine Fotoaktion geplant - auf einem "Gemeinsam-Nix-Tun"-Sofa. Zuvor sprach der Mainzer Kabarettist Lars Reichow zu den Demonstranten. Das BBI ruft seit der Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn im Jahr 2011 zu den Montagsdemos auf. Woche für Woche kommen rund 250 Protestler.

Das Bündnis fordert einen Stopp des Flughafenausbaus und eine Ausweitung des Nachtflugverbotes. Derzeit gilt dies zwischen 23.00 und 05.00 Uhr. Zudem will das Bündnis, dass die Flugbewegungen pro Jahr reduziert werden und die Nordwestlandebahn stillgelegt wird. Für neuen Unmut sorgte der vor kurzem begonnene Bau des Terminal 3, die Gegner befürchten dadurch eine weitere Zunahme des Fluglärms.

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