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Hessen Frankfurt vor München-Spiel ungeschlagen: 1:1 in Köln

Frankfurts David Abraham (l) köpft den Ball während Kölns Sebastian Andersson (r) versucht zu verteidigen. Foto: Marcel Kusch/dpa

(Foto: Marcel Kusch/dpa)

Das Elfmetertor von André Silva reicht für die Eintracht nicht zum Sieg in Köln. Neuzugang Amin Younes bringt am Ende noch viel Schwung in das Frankfurter Spiel, verpasst aber auch den zweiten Treffer.

Köln (dpa/lhe) - Eintracht Frankfurt bleibt in der Fußball-Bundesliga ungeschlagen und geht zuversichtlich in das Spitzenspiel am Samstag beim Branchenprimus FC Bayern München. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter kam am Sonntag zu einem 1:1 (0:1) beim 1. FC Köln, hätte aber mehr aus diesem Spiel machen können. "Ich bin der Meinung, dass wir mit zwei verlorenen Punkten abreisen. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und keine einzige Chance zugelassen. In der zweiten Halbzeit war Köln besser, aber wir hatten immer noch die deutlich besseren Torchancen", sagte der 50-jährige Österreicher.

Derweil wird die Sieglos-Serie von Aufsteiger Köln immer länger. Ondrej Duda bescherte seinem Team am vierten Spieltag mit seinem Tor in der 52. Minute immerhin den ersten Punkt.

Nachdem André Silva (45.+2) die Eintracht mit dem schon dritten Elfmeter in dieser Saison gegen Köln in Führung gebracht hatte, rettete der im Sommer von Hertha BSC gekommene Duda mit seinem ersten Tor für die Kölner das Remis. Zum ersten Sieg seit dem 6. März (2:1 in Paderborn) und 226 Tagen reichte es aber nicht. Seit nun schon 14 Spielen warten der FC und Trainer Markus Gisdol auf einen Erfolg. Die insgesamt deutlich bessere Eintracht bleiben in dieser Saison unbesiegt, verpassten aber den Sprung auf Tabellenplatz zwei.

Gisdol hatte vor der Länderspiel-Pause einen "Neustart" ausgerufen und konnte diesen mit deutlich entspannter Personallage angehen. Auch, wenn der kürzlich aus der Nationalmannschaft zurückgetretene Kapitän Jonas Hector wegen seiner Nackenverletzung weiter fehlte. Die Eintracht, die mit derselben Elf wie beim 2:1 vor zwei Wochen gegen Hoffenheim begann, versuchte die Kölner aber zu überrumpeln. Da außer drei Ecken in den ersten zehn Minuten aber nur eine nennenswerte Chance dabei herauskam und André Silva diese vergab (6.), konnte sich der FC schnell berappeln und fand ins Spiel.

Bis zur Pause entwickelte sich nun ein zähes Spiel. Die Eintracht hatte deutlich mehr Ballbesitz, die Lufthoheit und war auch im Zentrum präsenter. Nach nur drei Torschüssen zuvor fiel der Treffer durch einen Elfmeter. Sebastiaan Bornauw hatte Daichi Kamada am Fuß getroffen, Schiedsrichter Sven Jablonski benötigte die TV-Bilder zur Entscheidung und Silva traf zur Führung. Der Portugiese hat alle seine fünf Bundesliga-Strafstöße verwandelt und ist mit elf Toren seit dem Neustart der beste Torschütze nach "Europas Fußballer des Jahres" Robert Lewandowski (FC Bayern/16).

Nachdem Kamada die große Chance zur Vorentscheidung vergeben hatte (48.), kamen die Kölner ziemlich überraschend zum Ausgleich. Nach einer starken Einzelleistung von Kingsley Ehizibue schob Duda den Ball zu seinem ersten Bundesliga-Tor seit 17 Monaten ein. Der Treffer gab Köln Aufschwung, doch Nationaltorhüter Kevin Trapp verhinderte mit starker Parade Dudas zweiten Treffer (63.).

Hütter brachte 20 Minuten vor dem Ende Amin Younes, der nach seinem Leih-Wechsel vom SSC Neapel zum Debüt für die Eintracht kam. Der Ex-Nationalspieler zeigte gute Ansätze und schoss fast das 1:2 (78.). "Was er in den ersten 15 Minuten gezeigt hat, lässt vieles erhoffen. Er wird ein anderes Element in unser Spiel bringen. Ich war zufrieden mit seinem Auftritt und hätte ihm natürlich ein Tor gegönnt", sagte der Eintracht-Coach.

Hütter blickte schon auf das kommende Wochenende: "In München einen Punkt mitzunehmen, wird schwierig. Deshalb wären wir gerne mit zehn Punkten nach München gefahren." Aber die acht Punkte könne seiner Mannschaft keiner nehmen - "wir sind gut aus den Startlöchern gekommen".

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