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Hessen Frankfurts Finanzbranche gegen den Bundestrend gewachsen

Die Zentrale der Deutschen Bank. Foto: Boris Roessler/Archivbild

(Foto: Boris Roessler/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Trotz des Strukturwandels arbeiten in der hessischen Finanzbranche nahezu so viele Beschäftigte wie vor zehn Jahren. "Frankfurt profitiert weiterhin von den Trends zur Digitalisierung und zur Zentralisierung", sagte der Leiter der Regionaldirektion der Arbeitsagentur Hessen, Frank Martin, am Dienstag in Frankfurt. Wegen des Kostendrucks reduzierten viele Banken zuletzt ihr Filialnetz und setzten auf Automatisierung, um Personalkosten zu sparen. Diese Entwicklungen führe nun zu einer Zentralisierung zu Gunsten der großen Bankenstandorte im Rhein-Main-Gebiet, machte Martin deutlich.

Wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, verzeichnete der Finanzplatz Frankfurt zwischen 2008 und 2018 bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigen sogar einen leichten Anstieg um 2,8 Prozent auf 66 200. Hessenweit blieb die Beschäftigtenstruktur mit 108 800 in diesem Zeitraum nahezu konstant (plus 0,5 Prozent) - gegen den negativen Bundestrend. Im gesamten Bundesgebiet ging der Anteil der Beschäftigten in der Finanzbranche (ohne Versicherungen) um 2,2 Prozent zurück.

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