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Hessen Frau mit 18 Messerstichen getötet: Angeklagter schweigt

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

(Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild)

Nach einer Aussprache endete die letzte Begegnung eines getrennten Paares tödlich. Mit 18 Messerstichen soll ein 35-jähriger seine Ex-Freundin getötet haben. Nun steht er wegen Mordes vor Gericht.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Das blutige Ende einer Liebesbeziehung steht seit Dienstag im Mittelpunkt eines Mordprozesses vor dem Landgericht Frankfurt. Angeklagt ist ein 35 Jahre alter Mann, der seine Ex-Freundin im Februar mit 18 Messerstichen getötet haben soll. Die 32 Jahre alte Ärztin wurde vor ihrer Haustür im Frankfurter Stadtteil Bockenheim niedergestochen. Zuvor soll es eine Aussprache über die von der Frau beendete Beziehung gegeben haben. AZ 3590 Js 207706/19

Der 35-Jährige wollte sich in dem Prozess nicht zu den Vorwürfen äußern. Laut Anklageschrift soll es bereits im Dezember zu einem gewaltsamen Zwischenfall gekommen sein, bei dem die ehemalige Lebensgefährtin verprügelt wurde. Am 17. Februar soll der Angeklagte mehrere Stunden vor der Wohnung der Ärztin gewartet haben und nach dem aus seiner Sicht erfolglosen Gespräch ein großes Küchenmesser gezückt haben. Die Frau erlitt tödliche Stiche im Kopf- und Halsbereich.

Ein Nachbar hatte zuvor noch versucht, einzugreifen, konnte die Bluttat jedoch nicht verhindern. Kurze Zeit später wurde der 35-Jährige in seiner Wohnung in Pfungstadt festgenommen. Bei der Polizei legte er laut Staatsanwaltschaft ein Geständnis ab.

Die Anklage geht von Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen aus. Drogen oder Alkohol sollen keine Rolle bei der Tat gespielt haben. Ursprünglich sollte der Prozess bereits nach drei Verhandlungstagen Mitte Dezember abgeschlossen werden. Da der Angeklagte vor Gericht am ersten Verhandlungstag jedoch zu den Vorwürfen der Anklage schwieg, hat die Schwurgerichtskammer bereits weitere Prozesstermine anberaumt.

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