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Hessen GEW: Mehrfachbelastung an Schulen nicht mehr hinnehmbar

Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Angesichts der schwierigen Situation der Schulen in der Corona-Krise hat die GEW Hessen Alarm geschlagen und von der Landesregierung frühere und konkretere Anweisungen gefordert. "Alle Kolleginnen und Kollegen an den Schulen arbeiten derzeit unter Stress und mit vielen Unwägbarkeiten", erklärte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag. Die Schulleiter seien am Limit. Diese Mehrfachbelastung sei nicht mehr hinnehmbar. Und: "Massive Arbeitsüberlastung und wenig Arbeitspausen machen auf die Dauer krank!"

Konkret kritisierte die GEW das Vorgehen des hessischen Kultusministeriums. Seit 14 Wochen würden freitags am Nachmittag neue Anweisungen an die Schulleiter verschickt, die es ab dem darauffolgenden Montag umzusetzen gelte. Hinzu komme die Unsicherheit beim Einsatz der Lehrer angesichts der immer wieder neu definierten Risikobewertungen.

Seit dieser Woche kehren auch die Grundschüler der Stufen 1 bis 3 nach und nach in die Klassenräume zurück. Es gelten strenge Corona-Hygiene- und -Abstandsregeln, der Unterricht ist nur eingeschränkt und in kleinen Gruppen möglich. Damit sind nach der Corona-Zwangspause inzwischen alle Schülerinnen und Schüler in Hessen auf die Schulbank zurückgekehrt.

"Vollkommen allein und im Regen stehen gelassen sind Schulleiterinnen und Schulleiter bei der Planung des neuen Schuljahres", kritisierte die GEW weiter. So gebe es keine Informationen aus dem Ministerium, wie beispielsweise eine Balance aus Präsenz- und Onlinelernen umgesetzt werden soll.

Wünschenswert sei mehr Anerkennung für die Arbeit der Schulleiter von Seiten des Kultusministeriums. "Ein guter, erster Schritt wäre es, Anweisungen rechtzeitig in die Schulen zu geben, damit diese mit genügend Vorlaufzeit auch umgesetzt werden können."

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