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Hessen Gericht prüft Anklage nach Lkw-Attacke

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: picture alliance / Peter Steffen/dpa/Symbolbild

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Limburg (dpa/lhe) - Neun Monate nach einer mutmaßlich vorsätzlichen Unfallfahrt mit einem Lastwagen prüft das Landgericht Limburg die Anklage gegen einen 33-Jährigen. Der Fall befinde sich im Zwischenverfahren, sagte ein Gerichtssprecher. Wird die Anklage der Staatsanwaltschaft Frankfurt zugelassen, beginnt der Prozess demnach voraussichtlich nicht vor Herbst. Die Ermittler werfen dem 33-Jährigen versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sowie Sachbeschädigung vor.

Die Tat ereignete sich auf einer Einfallstraße in Limburg - direkt vor dem Landgericht. Der Syrer soll dort im Oktober 2019 zunächst den Fahrer eines zum Halten gekommenen Lastwagens gewaltsam aus dem Führerhaus gezogen und sich dann selbst hinters Steuer gesetzt haben. Nach einer Fahrt von rund 300 Metern und mit einer Geschwindigkeit von 44 Stundenkilometern soll er dann vor einer Ampelkreuzung ungebremst auf mehrere Autos aufgefahren sein. Der Angeklagte schob dadurch laut Staatsanwaltschaft zehn Fahrzeuge gegeneinander, 18 Menschen wurden verletzt.

Der 33-Jährige soll "billigend in Kauf genommen haben, dass durch die Kollision Menschen in den Fahrzeugen, die mit einem Angriff nicht rechneten, getötet werden". Er soll bei der Tat unter "erheblichen Einfluss" von Marihuana gestanden haben. Während der Ermittlungen machte der Mann laut Staatsanwaltschaft keine Angaben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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