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Hessen Gestrandet: 57 afghanische Flüchtlinge vorübergehend

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Gießen (dpa/lhe) - Mehrere Dutzend afghanische Flüchtlinge sind auf ihrem Weg nach England vorübergehend in Gießen untergekommen. Laut der "Welt am Sonntag" verweigerten ihnen britische Behörden nach ihrer Ankunft aus dem usbekischen Taschkent am Flughafen Frankfurt zunächst die Weiterreise, weil einige nicht die englischen Einreisebedingungen erfüllten.

Die britische Botschaft in Deutschland war am Sonntag zunächst nicht zu erreichen. Der "Welt am Sonntag" zufolge hatte sie zuvor mitgeteilt, "allen, die das Recht zur Einreise ins Vereinigte Königreich haben, diese so schnell wie möglich zu organisieren".

Eine Sprecherin des hessischen Sozialministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, 18 Kinder, 19 Frauen und 20 Männer aus Afghanistan seien vorübergehend in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen untergebracht worden. Für wie lange, sei vorerst unklar. "Wir haben sie aus humanitären Gründen aufgenommen", ergänzte die Sprecherin.

Warum die afghanischen Schutzsuchenden nicht nach England weiterreisen konnten, vermochte sie am Sonntag nicht im Detail zu sagen. Nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan sind viele Bürger aus dem Land geflohen.

© dpa-infocom, dpa:210912-99-189831/2

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