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Hessen Gießen erinnert an Mauerfall und "Bundesnotaufnahmelager"

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Gießen (dpa/lhe) - Das mittelhessische Gießen spielte im geteilten Deutschland als "Sehnsuchtsort" für Hunderttausende DDR-Bürger eine besondere Rolle. Daran wird zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am heutigen Samstag an historischer Stätte, dem früheren "Bundesnotaufnahmelager", erinnert. Bei der offenen Veranstaltung steht unter anderem eine Diskussionsrunde mit Zeitzeugen auf dem Programm und eine Führung durch die mittlerweile geschlossene Einrichtung. Es gehe darum, Rückschau zu halten, die Gegenwart zu beleuchten und gemeinsam Lehren für Europas Zukunft zu ziehen, teilte das Regierungspräsidium Gießen als einer der Veranstalter mit.

Bis zur Wende kamen nach Angaben der Behörde 900 000 DDR-Flüchtlinge und Übersiedler in das "Bundesnotaufnahmelager", um von hier aus ein Leben in Freiheit zu beginnen. Die Einrichtung war bundesweit für die Menschen zuständig. Nach der Wende wurde sie zu Hessens Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, die mittlerweile auf ein größeres Areal am Stadtrand von Gießen umgezogen ist. Der historische Standort wurde 2018 geschlossen. Es ist geplant, dass dort künftig Behörden einziehen.

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