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Hessen Gründerpreisträger präsentiert Idee: Teekochen ohne Beutel

Erfinder Simon Schmidt zeigt einen Spender mit Teaballs. Foto: Jörn Perske

(Foto: Jörn Perske/dpa)

Gründau (dpa/lhe) - Ein bereits preisgekrönter Entwickler aus Hessen will in Kürze seine Erfindung für beutel- und filterlosen Teegenuss vorstellen. Wirtschaftsingenieur Simon Schmidt (35) aus Gründau (Main-Kinzig-Kreis) hat sogenannte Teaballs entwickelt. Einige wenige Kügelchen aus einem kleinen Spender reichen, um sich eine Tasse Tee in verschiedenen Sorten zu zubereiten. Bei den Teaballs - 60 Milligramm pro Kügelchen - handelt sich um Pflanzenextrakte.

Schmidt sagte: "Ich habe nicht die Absicht, das Teetrinken zu revolutionieren. Aber es wird sicher viele Konsumenten geben, die auch die Vorteile entdecken werden: weniger Abfall, mehr Nachhaltigkeit, praktisch transportierbar in der Hosentasche. Das lästige Ausdrücken des Beutels entfällt; ebenso die Frage: wohin mit dem tropfenden Beutel, der dazu auch noch Flecken hinterlässt."

Für Experten ist die Verwendung von Extrakten zur Teezubereitung zwar nicht neu, aber sie halten das Konzept für interessant. "Die Idee finde ich toll und innovativ", sagte Joachim Schmitt, Professor für Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Fulda. Tee-Extrakt-Pulver gebe es zwar schon auf dem Markt. Aber die Teaballs trügen mehreren Trends Rechnung: weniger Abfall, mehr Nachhaltigkeit. Und sie passten zum To-go-Trend - dem schnellen, zwanglosen Konsum im Vorbeigehen.

Schmidt wurde für seinen Erfindergeist 2017 als Hessischer Gründerpreisträger ausgezeichnet. Er entwickelte ein patentiertes Reparaturverfahren für defekte Bahnschienenteile.

Teaballs

Firma Optocomm

Preisträger Hessischer Gründerpreis 2017

Hochschule Fulda Fachbereich Lebensmitteltechnologie

Prof. Dr. Joachim Schmitt, Hochschule Fulda

Ansprechpartner im Bundeszentrum für Ernährung

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