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Hessen Hanau-Untersuchungsausschuss berät über Zeugenbefragung

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags zu dem rassistischen Anschlag von Hanau plant eine weitere nicht öffentliche Sitzung. Dabei solle geklärt werden, ob bei der ersten öffentlichen Sitzung Anfang Dezember ausschließlich die Angehörigen der Hanauer Mordopfer gehört werden, teilte der Vorsitzende Marius Weiß (SPD) am Montag in Wiesbaden mit. Alternativ könnte zunächst auch ein Sachverständiger etwa für Einsatztaktik befragt werden. Im Anschluss daran kämen dann die ersten Angehörigen zu Wort.

Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte am 19. Februar 2020 in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen, bevor er vermutlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Im Fokus des Untersuchungsausschusses soll ein mögliches Behördenversagen bei der brutalen Tat stehen.

Das parlamentarische Untersuchungsgremium ist mit 15 Mitgliedern besetzt. Die Oppositionsfraktionen von SPD, FDP und Linken hatten den Untersuchungsausschuss beantragt. Die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen stimmten dem Antrag zu. Die AfD votierte dagegen. Der Termin für die zusätzliche nicht öffentliche Sitzung steht nach Angaben des Ausschussvorsitzenden Weiß noch nicht fest.

© dpa-infocom, dpa:210926-99-368199/3

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