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Hessen Hanau-Untersuchungsausschuss tagt im Dezember öffentlich

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags zu dem rassistischen Anschlag von Hanau wird Anfang Dezember zum ersten Mal öffentlich tagen. Darauf einigten sich die 15 Mitglieder in einer nicht öffentlichen Sitzung, wie der hessische Landtag am Montag in Wiesbaden mitteilte. Bis Ende nächsten Jahres seien insgesamt 24 mögliche Sitzungstermine vereinbart worden.

Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte am 19. Februar 2020 neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen, bevor er vermutlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Im Fokus des Untersuchungsausschusses soll ein mögliches Behördenversagen bei der brutalen Tat stehen.

Die nächste Sitzung des Untersuchungsausschusses ist den Angaben zufolge für den 27. September angesetzt worden. Dann soll auch entschieden werden, welche Sachverständigen und Zeugen in der ersten öffentlichen Sitzung am 3. Dezember angehört werden.

Mehrere Behörden hätten bereits Akten geliefert, erklärte der Ausschussvorsitzende Marius Weiß (SPD). Der Generalbundesanwalt, auf dessen Ermittlungsunterlagen der Ausschuss in erheblichem Maße angewiesen sei, habe zugesagt, seine Akten bis Ende September oder Anfang Oktober zur Verfügung zu stellen.

© dpa-infocom, dpa:210906-99-114997/2

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