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Hessen Hanau verbietet städtische Veranstaltungen bis Ende Juni

Claus Kaminsky (SPD), Oberbürgermeister von Hanau. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

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Hanau (dpa/lhe) - Ungeachtet einer noch ausstehenden Entscheidung des Landes will die Stadt Hanau wegen der Corona-Krise ihre Veranstaltungen bis Ende Juni absagen. "Auch wenn das öffentliche Leben in den nächsten Wochen wieder langsam hochgefahren werden sollte, sind wir der festen Überzeugung, dass Veranstaltungen, bei denen viele Menschen zusammenkommen, nicht möglich sein werden", begründete Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Mittwoch den Schritt.

Betroffen von der Absage sind den Angaben zufolge sämtliche Veranstaltungen, die von der Stadt ausgerichtet werden oder in städtischen Räumlichkeiten stattfinden sollten. Dazu zählen unter anderem die 700-Jahr-Feier der Stadtrechte des heutigen Stadtteils Steinheim (20. bis 23. Juni), das Apfelweinfest und der Keramikmarkt im Schlossgarten (26. bis 28. Juni) und der Christopher Street Day (27. Juni). Kaminsky rief alle privaten Veranstalter auf, dem Beispiel der Stadt zu folgen.

Der Krisenstab der Stadt hatte bereits am 20. März entschieden, dass die Brüder Grimm Festspiele (15. Mai bis 27. Juli), das Hanauer Märchenfest (9. und 10. Mai) und das Hanauer Lamboyfest (12. bis 14. Juni) in diesem Jahr nicht stattfinden. Bund und Länder wollen nach Ostern mitteilen, ob es über den 19. April hinaus weiter Einschränkungen und Verbote zur Eindämmung der Corona-Pandemie geben soll.

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