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Hessen Handelsverband sieht 2G-Regelung kritisch

Ein Aufkleber an einer Glastür weist auf die 2G-Regel hin. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Der hessische Handelsverband bewertet die angekündigte Verschärfung der Corona-Regeln für den Einzelhandel mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs kritisch. Von kommender Woche an haben laut Landesregierung nur noch Geimpfte oder Genesene (2G) Zutritt zu den Geschäften - ausgenommen davon sind Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. "Die Kontrollen bedeuten einen unglaublichen Aufwand - im so wichtigen Weihnachtsgeschäft", sagte der Präsident des Handelsverbandes Hessen, Jochen Ruths, am Dienstag.

Die bisherigen Hygienekonzepte mit Masken- und Abstandspflicht hätten sich bewährt - der Handel sei kein Infektionstreiber, sagte er. Die Unternehmen zahlten nun erneut den Preis für die Versäumnisse der letzten Monate, in denen es nicht gelungen sei, genügend Menschen von einer Impfung zu überzeugen, sagte Ruths.

Auch die Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertages, Kirsten Schoder-Steinmüller, wies auf die Belastung des Einzelhandels hin. "Durch die Regelung kommt es nun wieder zu Wettbewerbsverzerrungen im stationären Einzelhandel. Während Grundversorger allen Kunden offenstehen, dürfen Sortimentsanbieter nur unter 2G und mit hohem Kontrollaufwand öffnen", sagte sie. Es entstehe zunehmend das Gefühl, dass der Zutritt zu Geschäften als Druckmittel zur Steigerung der Impfquote eingesetzt werde.

© dpa-infocom, dpa:211130-99-204784/2

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