HessenFast alle Wiesbadener Busse bleiben im Depot

Wer heute in Wiesbaden zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt muss, der sollte sich nicht auf den Bus verlassen. Die Gewerkschaft hat zum Warnstreik aufgerufen. Auf welchen Linien trotzdem was rollt.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Warnstreikserie im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe trifft am Freitag erneut Wiesbaden. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Verkehrsgesellschaft ESWE zu einem Ausstand aufgerufen. Der Warnstreik soll mit der Frühschicht gegen 3.00 Uhr beginnen und mit der letzten Schicht in der Nacht zum Samstag enden.
Fahrgäste sollten sich auf umfangreiche Ausfälle und Verzögerungen im gesamten Stadtgebiet einstellen, teilte die ESWE mit. Betroffen seien die meisten Buslinien sowie der Rufbus WiMobil.
Allerdings gibt es trotz des Warnstreiks vereinzelte Fahrmöglichkeiten:
Die Linien 5, 28, 39 und 46, die von Partnerunternehmen betrieben werden, sowie die Regionalbusse verkehren. Es kann aber auch hier zu Einschränkungen kommen.
Vereinzelt verkehren die Gemeinschaftslinien 6 und 33 aus Mainz kommend bis zum Bahnhof Wiesbaden Ost, wo eine Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn besteht. Dann wenden die Fahrzeuge und fahren zurück in Richtung Mainz.
Die Linie 74 verkehrt vereinzelt. Sie beginnt und endet während des Streiks an der Haltestelle "Friedrich-Bergius-Straße".
Der Verdi-Aufruf richte sich an rund 1.200 Beschäftigte. Es geht um den Tarifvertrag Nahverkehr TV-N. Die ÖPNV-Verhandlungen werden in allen Bundesländern geführt. Es geht in Hessen nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag.