HessenHessische Staatsanwaltschaften erproben Einsatz von KI

Künstliche Intelligenz soll hessischen Staatsanwälten helfen, Akten schneller zu bearbeiten. Erste Tests laufen laut Justizminister bereits.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Künstliche Intelligenz (KI) soll den hessischen Staatsanwaltschaften die Arbeit erleichtern. An einigen Stellen werde der Einsatz von KI schon erprobt, sagte der hessische Justizminister Christian Heinz (CDU) in Frankfurt. "Das soll nach und nach dann weiter ausgerollt werden."
Alle neuen Verfahren, die jetzt eingehen, werden mit der E-Akte bearbeitet, sagte der hessische Generalstaatsanwalt Torsten Kunze. Dies sei die Voraussetzung für den Einsatz der KI, hieß es in einer Mitteilung.
"Da lässt sich sicherlich Zeit einsparen"
Nach Angaben des Justizministers soll das KI-Tool von einem inländischen, kommerziellen Anbieter zur Verfügung gestellt werden. Es solle etwa bei der Auswertung helfen, in dem es Akten vorstrukturiere. "Da lässt sich sicherlich in den vorbereitenden Verfahren viel Zeit einsparen", sagte Kunze.
Die Anzahl der neuen Ermittlungsverfahren bei den hessischen Staatsanwaltschaften stieg im vergangenen Jahr leicht an und lag bei rund 421.400. Im Schnitt dauerte die Bearbeitung eines Ermittlungsverfahrens etwa 2,8 Monate.