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Hessen Jede dritte Schwangerschaft gilt als Risikoschwangerschaft

Eine junge Frau hält ihren Babybauch. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Jede dritte Schwangerschaft in Hessen gilt als Risikoschwangerschaft. Dies geht aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden hervor. Die Einstufung habe jedoch in vielen Fällen eher formalen Charakter und bedeute nicht, dass es auffällige klinische Befunde gegeben habe. Kriterien für eine Risikoschwangerschaft sind unter anderem das Alter der Mutter, mögliche Allergien oder familiäre Belastungen. In den Jahren 2017 bis 2019 galten jeweils rund 33 Prozent der Schwangerschaften als Risikoschwangerschaft.

Unabhängig davon liegt die Quote der Kaiserschnitte in Hessen ebenfalls bei rund einem Drittel. Nachdem sich die Rate zwischen 1990 bis 2010 verdoppelt habe - von 17 Prozent auf 34 Prozent - stagniere der Wert inzwischen und liege aktuell bei 32 Prozent. Die Quote der Geburten, bei denen ein Dammschnitt gemacht wird, betrug bei vaginalen Geburten 1990 noch 70 Prozent. 2019 waren es nur noch 16 Prozent, wie das Ministerium mitteilte.

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