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Hessen Junge verdurstet: Gericht will zweites Gutachten

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Darmstadt (dpa/lhe) - Im Prozess gegen eine Mutter, die ihren 13 Monate alten Sohn im Oktober 2021 in Rüsselsheim verdursten ließ, will das Darmstädter Landgericht ein zweites psychiatrisches Gutachten einholen. Die für Dienstag geplante Urteilsverkündung fiel damit aus. Bei der 26 Jahre alten Portugiesin waren im ersten Gutachten für den Tatzeitraum eine Depression, eine posttraumatische Belastungsstörung und eine dissoziative Identitätsstörung infolge sexueller und körperlicher Gewalt durch ihre Eltern vor 20 Jahren festgestellt worden.

Aus Sicht der Verteidigung konnte die Rüsselsheimerin wegen der durchgebrochenen Identitätsstörung ihr Kind nicht versorgen. Die Staatsanwaltschaft sieht hingegen Hinweise, dass die Mutter nicht die ganze Zeit von der Störung beherrscht war.

Im zweiten Gutachten soll geklärt werden, wie stark die Identitätsstörung die Mutter daran gehindert hat, ihren Sohn zu versorgen.

Quelle: dpa

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