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Hessen Junge vor einfahrenden ICE gestoßen: Ermittlungen dauern an

Passanten gehen am Gleis 7 des Hauptbahnhofs an einer Gedenkstelle vorbei. Foto: Arne Dedert/Archivbild

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Knapp vier Wochen nach dem Verbrechen am Frankfurter Hauptbahnhof, bei dem ein Junge vor einen einfahrenden ICE gestoßen und getötet worden war, dauern die Ermittlungen an. "Es werden noch immer Videos ausgewertet und Zeugen vernommen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. An diesem Montag (26.8.) vor vier Wochen hatte ein Mann einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Junge starb im Gleisbett, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Der Tatverdächtige, ein Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, musste wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Derzeit ist ein Sachverständiger beauftragt, die psychische Verfassung des Mannes zu überprüfen. Wann das Gutachten vorliege, sei noch unklar, sagte der Sprecher. Der Mann schweigt bislang zu den Vorwürfen. Der Fall hatte bundesweit für großes Aufsehen gesorgt.

Am vergangenen Wochenende hatten Angehörige, Freunde und Nachbarn bei einem ökumenischen Gottesdienst Abschied von dem achtjährigen Jungen genommen. Das Ereignis bleibe "für immer schrecklich und unfassbar", hieß es bei der Trauerfeier.

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