Regionalnachrichten

Hessen Kassel will rechtsextreme Demo nach Lübcke-Mord verbieten

Das Rathaus von Kassel. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild

(Foto: Uwe Zucchi/dpa)

Kassel (dpa/lhe) - Die Stadt Kassel will eine geplante Versammlung von Rechtsextremen im Zusammenhang mit dem Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke verbieten. Man arbeite seit Bekanntwerden der Demonstration intensiv an einem Verbot, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Weitere Informationen wolle man bekannt machen, wenn die Verbotsverfügung zugestellt sei. Die rechtsextreme Kleinstpartei "Die Rechte" hatte dazu aufgerufen, in Kassel am 20. Juli zu demonstrieren. Sie spricht von einer gezielten Instrumentalisierung des Attentats auf Lübcke, mit dem Rechte in die Nähe von Gewalt und Terror gerückt würden.

Linke Gruppierungen hatten bereits eine Gegendemo angekündigt. Sie wollen am selben Tag unter dem Motto "Naziaufmarsch verhindern" auf die Straße gehen. Nach Polizeiangaben hatten die Rechten 100 Teilnehmer angegeben, die Linken 1000. Diese Angaben seien aber nicht zuverlässig.

Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat gestanden und dann sein Geständnis widerrufen.

Verfassungsschutz über "Die Rechte"

Aufruf auf der Homepage "Die Rechte"

Newsticker