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Hessen Lebensgefährliche Attacke wegen lauter Musik: Haftstrafe

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - In dem Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke nach einem Streit um laute Musik an einem Frankfurter Kiosk ist ein Angestellter der Verkaufsstelle zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Dies entschied das Landgericht Frankfurt am Mittwoch. Die Schwurgerichtskammer ging lediglich von gefährlicher Körperverletzung aus, nachdem der Täter rechtzeitig mit den Stichen aufgehört habe. Zwischen dem 33-Jährigen und einem Kunden (24) war es im Mai vergangenen Jahres vor dem Kiosk wegen der Lärmbelästigung durch ein Radiogerät zum Streit gekommen, der eskalierte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig(Aktenzeichen 3510 Js 225466/20).

Das alkoholisierte Opfer merkte zunächst gar nichts von seinen Verletzungen, musste jedoch später aufgrund erheblicher Magen- und Darmverletzungen in der Klinik intensiv behandelt werden. Strafmildernd kam dem Angeklagten zu Gute, dass er sich in einem "Täter-Opfer-Ausgleich" zu 10.000 Euro Schmerzensgeld verpflichtet hatte, von dem ein Großteil bereits gezahlt wurde. Ein jüngerer Mann, der in dem Prozess wegen einfacher Körperverletzung mitangeklagt war, erhielt eine geringe Geldstrafe. Er hatte auf das Opfer zwar eingeschlagen, von der Existenz des Messers aber nichts gewusst.

© dpa-infocom, dpa:210728-99-582689/2

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