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Hessen Lebensgefährliche Messerattacke an Kiosk: Anklage erhoben

Eine Statue der Justitia hält die Waage. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke eines Kioskangestellten auf einen Gast hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erhoben. Neben dem 32 Jahre alten, derzeit in Untersuchungshaft sitzenden Tatverdächtigen muss sich in nächster Zeit auch noch sein 22 Jahre alter Bekannter in dieser Sache vor Gericht verantworten. Ihm werde lediglich Körperverletzung zur Last gelegt, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

Zu der Auseinandersetzung war es Ende Mai vor dem Kiosk im Frankfurter Ostend gekommen, nachdem die Gäste der Trinkhalle reichlich dem Alkohol zugesprochen und ein Transistorradio auf volle Lautstärke eingestellt hatten. Nachdem der Kioskangestellte die Gäste ohne Erfolg gebeten hatte, das Radio leiser zu stellen und beleidigt worden war, verfolgte er den Angaben nach das spätere Opfer mit einem Messer.

Bei der anschließenden Konfrontation wurde der 24-Jährige unter anderem an Leber und Darm getroffen. Er musste notoperiert werden. Nach seiner Festnahme sprach der mutmaßliche Täter laut Niesen zunächst von einer "blühenden Fantasie", später sagte er - ebenso wie sein Bekannter, der lediglich geschlagen haben soll - nichts mehr zu den Vorwürfen. Termine für die Verhandlung vor dem Landgericht Frankfurt stehen derzeit noch nicht fest.

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